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Urintest


Schon Hippokrates, der berühmteste Arzt der Antike, wusste: „Am Wasser des Menschen kann man seine Krankheiten erkennen“.

Allein die Betrachtung des Urins gibt Aufschluss über viele Geschehen im Körper.
Dunkel gefärbter Urin deutet beispielsweise auf Fieber, Überhitzung oder Flüssigkeitsdefizite hin. Eine weiß-milchige Färbung zeigt Ausscheidungen von Kalzium- oder Magnesiumphosphaten an, wie es u.a. bei hormonellen Störungen häufig der Fall ist.

Zur vertiefenden Diagnostik eignet sich die so genannte Urinüberschichtung.
Dabei wird der Urin im Reagenzglas mit Salpetersäure versetzt. Die Reaktionen, wie Farbring- oder Bläschenbildung, lassen Rückschlüsse über Funktionsstörungen der Organe und belastende Stoffwechselrückstände zu.
Ein sich bräunlich absetzender Ring deutet beispielsweise auf eine Leberstörung hin, während Blasenbildung für eine Übersäuerung spricht bzw. je nach Bläschengröße für eine Dünn- oder Dickdarmstörung.

Weiterhin aufschlussreich ist der Urintest mittels Urinstick.
Mit diesen speziellen Kontaktstreifen können eine Reihe von Werten gemessen und Risikofaktoren schnell erkannt werden.
Urinsticks testen auf Auffälligkeiten von:

- Leukozyten (z.B. bei Harnwegsinfektionen)

- Erythrozyten/rote Blutkörper (z.B. bei Entzündungen, Steinen,
  Gerinnungsstörungen)

- Nitrit (z.B. bei bakteriellen Harnwegsinfektionen)

- Uribillinogen und Billirubin (z.B. bei Lebererkrankungen)

- Protein und Glucose (z.B. bei Nierenerkrankungen)

- Ketone (z.B. bei Diabetes Mellitus)

- Ph-Wert

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